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Online-Vortrag zum Thema „Predictive Processing: Wahrnehmung und anhaltende Körperbeschwerden (z.B. chronische Schmerzen, Post-COVID-Syndrom)“

Online-Vortrag zum Thema „Predictive Processing: Wahrnehmung und anhaltende Körperbeschwerden (z.B. chronische Schmerzen, Post-COVID-Syndrom)“

EMOPROM-Schulung

Online-Vortrag von Dr. med. Stephan Frisch (Universitätsklinikum Ulm)

Datum
20. Mai 2026

Uhrzeit
16.00 - 17.00 Uhr

Aus der Computational Neuroscience geht hervor, dass Körper- und Sinneswahrnehmungen keineswegs passiv registiert wreden, sondern das Ergebnis eines aktiven und komplexen Konstruktionsprozesses sind. Dieser basiert auf internen Modellen, sogenannten „Priors". Diese Priors sind nicht statisch, sondern werden vielmehr durch eine Vielzahl von Faktoren geformt. Neben Sinneserfahrungen und (teilweise unbewussten) emotionalen Prozessen spielen auch Biographie, Beziehungs- und soziale Erfahrungen, aversive oder traumatische Erlebnisse sowie kulturelle Einflüsse eine entscheidende Rolle. Dieses Konzept steht in engem Zusammenhang mit dem verkörperten Selbst ("Embodied-Enacted Self“). Das Predictive Processing wird zunehmend für das Verständnis anhaltender Körperbeschwerden, zu denen man auch chronische Schmerzen und das Post-COVID-Syndrom zählen kann, herangezogen. Aus psychosomatischer Sicht kann es hilfreich sein, Patient*innen mit Post-COVID-Syndrom das Konzept des Predictive Processing als Erklärungsmodell für die anhaltenden Körperbeschwerden zu vermitteln.  

Referent: Dr. med. Stephan Frisch (Universitätsklinikum Ulm)

CME-Punkte werden beantragt.

Den Zugangslink erhalten Sie rechtzeitig vor der Veranstaltung.

Der Vortrag findet Im Rahmen des EMOPROM Projektes statt. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Zielgruppe
Ärzte
Kosten
kostenlos