PRICOV-19-Studie

Allgemeinmedizin

Direktor:
Prof. Dr. med. Thomas Kühlein

PRICOV-19-Studie – Primary Care in times of Covid-19:

„Qualität der hausärztlichen Versorgung in der Covid-19-Pandemie“

Hintergrund:

Die COVID-19-Pandemie hat die Versorgung in den hausärztlichen Praxen vor organisatorische, strukturelle und inhaltliche Herausforderungen gestellt. Die „PRICOV-19-Studie – Primary Care in times of Covid-19“ ist eine internationale Kooperationsstudie mit der Universität Ghent (Belgien), die die Einflussnahme der COVID-19-Pandemie auf die Organisation der Versorgung in den hausärztlichen Praxen untersucht. In Deutschland wird diese Studie vom Allgemeinmedizinischen Institut des Universitätsklinikums Erlangen durchgeführt. Auch in Deutschland lassen sich Veränderungen und Herausforderungen in der hausärztlichen Versorgung während der COVID-19-Pandemie feststellen und es lässt sich annehmen, dass sich die COVID-19-Pandemie auf die subjektiv wahrgenommene Bedeutung der deutschen HausärztInnen auswirkt.

Fokus:

Der deutsche Part der PRICOV-19-Studie legt den Fokus auf die subjektive Wahrnehmung neuer Schwerpunkte während der COVID-19-Pandemie aus Sicht der deutschen HausärztInnen. Im Fokus stehen die Wahrnehmung der Veränderung der eigenen Rolle, Aufgaben und  Bedeutung sowie die Wahrnehmung und Umsetzung  politischer Vorgaben, der Interkollegialität und der interprofessionellen Zusammenarbeit.

Aktueller Stand und weiteres Vorgehen:

Die Datenerhebung mittels eines quantitativen, anonymen Online-Fragebogens ist abgeschlossen. Die Datenerfassung erfolgte im Zeitraum vom 01.02. bis zum 31.03.2021. Im nächsten Schritt folgt nun die Aufbereitung der Daten sowie die Durchführung erster Analysen. Hierzu wurden niedergelassene HausärztInnnen und hausärztlich tätige InternistInnen deutschlandweit befragt. Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass sich mehr als 300 hausärztliche Praxen an unserer Umfrage beteiligten.

Wir bedanken uns herzlich bei allen TeilnehmerInnen der PRICOV-19-Studie!

Erste Ergebnisse:

Erste deskriptive Ergebnisse zeigen Unterschiede in der subjektiven Wahrnehmung bezüglich der Rolle der HausärztInnen während der COVID-19-Pandemie:

Veränderung der Rolle der HausärztInnen in der Gesellschaft: 40 % (101) der Befragten stimmten zu, dass seit Beginn der Pandemie die Rolle der HausärztInnen in der Gesellschaft an Bedeutung gewonnen hat. Ca. 25 % (71) stimmten dieser Veränderung nicht zu.

Veranstaltung: „Regionale Ideenwerkstatt“ am 13.10.2021, 16-18h:

Gerne möchten wir Ihnen die Ergebnisse der PRICOV-19-Studie genauer vorstellen und mit Ihnen in einer offenen Gesprächsrunde diskutieren. Hierzu laden wir Sie herzlich zu unserer „Regionalen Ideenwerkstatt“ am 13.10.2021 von 16-18h ein.

Projektteam und AnsprechpartnerInnen:
Stefanie Stark (stefanie.starkatuk-erlangen.de)
Dr. med. Emmily Schaubroeck (emmily.schaubroeckatuk-erlangen.de)
Allgemeinmedizinisches Institut, Universitätsklinikum Erlangen

KooperationspartnerInnen:
Universität Ghent, Belgien
Prof. Dr. Sara Willems
Esther Van Poel
Weitere Informationen: https://pricov19study.ugent.be/

 
Kontakt Forschung

Allgemeinmedizinisches Institut - Forschung

Dr. phil. Susann Hueber

Universitätsstr. 29
91054 Erlangen