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Lehrveranstaltungen

Curriculäre Veranstaltungen

Die Vorlesungsreihe Allgemeinmedizin stellt das Arbeitsfeld und die Arbeitsweise der Allgemeinmedizin dar. Diese beinhaltet die medizinische Versorgung eines unselektionierten Patientenguts jeden Alters im Hinblick auf Prävention, Gesundheitsberatung, Kuration und Palliation.

Die Vorlesung findet jedes Semester statt und richtet sich an Studierende des 5. Semesters nach bestandenem 1. Staatsexamen (1. Fachsemester).

 

Als Studierende sind Sie verpflichtet ein 2-wöchiges Blockpraktikum in einer unserer Lehrpraxen abzuleisten.Das Blockpraktikum soll im Zeitraum der Semester 5-9 absolviert werden, da der Leistungsnachweis am Ende des 10. Semesters für die Anmeldung zum Praktischen Jahr benötigt wird!

Wir empfehlen das Blockpraktikum in höhreren Semestern zu absolvieren. Grund ist ein besseres Verständnis komplexer Inhalte durch die Erfahrung aus anderer klinischer Fächer des Studiums. Die Bewertung des Blockpraktikums wird an einheitlichen Anforderungen vorgenommen. Diese gelten für alle Studierende und sind losgelöst vom Fachsemester.

Das Blockpraktikum kann wahlweise jeweils eine Woche in zwei verschiedenen Praxen oder beide Wochen in derselben Lehrpraxis abgeleistet.

Studierende der Semester 9 und 10 können das Praktikum ganzjährig, auch während des Semesters, absolvieren. Zur Vermeidung von Terminkollisionen mit anderen, anwesenheitspflichtigen Lehrveranstaltungen wird es den Studierenden der Semester 5 bis 8 empfohlen das Praktikum nur in den Semesterferien abzuleisten.

Lesen Sie die Informationen  zum Blockpraktikum. Informationen zu Inhalt und Bewertung des Blockpraktikums haben wir in einem Manual  für Sie zusammengefasst. Bitte drucken Sie sich das Manual vor dem Blockpraktikum aus und bringen es in die Praxis mit.

Hier finden Sie eine Liste unserer Lehrpraxen.

Wahlpflichtfächer Vorklinik

In dem Wahlfach Anamnesetraining werden Sie Ihre Kenntnisse zur Theorie der Arzt-Patienten-Kommunikation vertiefen und praktisch üben. Unter tutorieller Leitung werden Sie in 6 Praxiseinheiten Gespräche mit Simulationspatient*innen zu klassischen, allgemeinmedizinischen Beratungsanlässen führen. Das anschließende Feedback und die gemeinsame Reflexion soll Ihnen eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema möglich machen.

 

„Die Bedeutung des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes (ÄBD) nimmt stetig zu. Alle niedergelassenen Fachärzte des haus- und des fachärztlichen Sektors sind verpflichtet, am ÄBD teilzunehmen. Die Tätigkeit stellt eine komplexe und äußerst verantwortungsvolle ärztliche Aufgabe dar und ist stark durch die typische Herangehensweise der Allgemeinmedizin geprägt.

Irgendwann ist es für jeden niedergelassenen Facharzt des haus- und des fachärztlichen Sektors soweit: der erste Dienst im Ärztlichen Bereitschaftsdienst ÄBD. Das Wahlfach vermittelt, praxisnah und durch unzählige Beispiele gespickt, in einer einststündigen Vorlesung das Wissen und die Fertigkeiten, die nötig sind, um dieser äußerst verantwortungsvollen ärztlichen Aufgabe, die stark durch die typische Herangehensweise der Allgemeinmedizin geprägt ist, gerecht zu werden. Im praktischen Teil, bekommen die Studierenden, während der Begleitung des Lehrarztes im Fahrdienst oder in einer Notfallpraxis, einen Eindruck über die Anforderungen und die notwendige ärztliche Haltung vor Ort. Schließlich wird Erlebtes und Erfahrenes am Ende des Semesters gemeinsam in einem Seminar reflektiert und vertieft, um die Angst vor dem ersten Dienst zu minimieren.

Viele Situationen im ärztlichen Arbeiten, auch ganz alltägliche, sind grundsätzlich gesetzlich relevant. Alle maßgeblichen Regelungen sind unter dem Überbegriff des Medizinrechts zusammengefasst. Kenntnisse in diesem Rechtsgebiet sind nicht nur im Nationalen Lernzielkatalog für Mediziner (NKLM) festgelegt, sondern auch für das Arbeiten in der praktischen Medizin schon während Famulaturen und des PJs äußerst wertvoll.

Deshalb sollen in diesem vom Innovationsfonds Lehre der FAU gefördertem Wahlpflichtfach, welches mit Unterstützung des Lehrstuhls für Medizinstrafrecht organisiert wird, besonders praxisrelevante Themen des Medizinrechts behandelt werden.

Hierzu werden zunächst online mit tutorieller Unterstützung wichtige Grundlagen erarbeitet. Der Hauptteil des Wahlpflichtfaches, eine Blockveranstaltung in Präsenz, dient zur Wiederholung und insbesondere zur Diskussion rechtswissenschaftlicher Inhalte am klinischen Fall.

 

Sie wollen lernen, wie man …

    … „gute“ medizinische Informationen auffindet?

    … schnell, effizient und wissenschaftlich recherchiert?

    … Studien auf ihre Qualität hin überprüft?

    … klinisch anhand verfügbarer Evidenz kluge Entscheidungen trifft?

Dann sind Sie im digitalen Wahlfach „Kluge Entscheidungen im klinischen Alltag“ genau richtig! Das Wahlfach wurde vom Deutschen Netzwerk für Evidenz-basierte Medizin (DNEbM e.V.) als zertifizierte Weiterbildung anerkannt und bietet die Möglichkeit, ein Weiterbildungszertifikat zu erwerben. Das Wahlfach ist als rein-digitales klinisches Wahlfach ausgelegt. Es wurde mittels eines Online-Lehrmoduls konzipiert, das es den Studierenden ermöglicht, im eigenen Lerntempo orts- und zeitunabhängig zu arbeiten. Die Inhalte werden durch podcast-artige Präsentationen von den Dozierenden vorgestellt. Für die Studierenden gibt es im Lernmodul die Möglichkeit den Inhalt anhand von Beispielen zu vertiefen. So wird das Eigenstudium entlastet. Ein Forum steht für Rückfragen auch asynchron zur Verfügung. Tutoren betreuen alle inhaltlichen Aspekte, die bei der Eigenarbeit vorkommen. Auch die Dozierenden stehen jederzeit zur Verfügung, bei Bedarf auch per Video-Chat zur „eigentlichen“ Kurszeit.

Ziel des Planspiels ist es, den Studierenden einen guten Überblick über die notwendigen Schritte und Entscheidungen bei einer Praxisgründung/-übernahme zu geben. Dabei wird Wissen in folgenden Gebieten vermittelt:

  • Praxisformen und -arten
  • Finanzierung einer Praxis
  • Recht und Steuern
  • Marketing
  • Praxisführung und -organisation

Die Dozenten sind Fachexperten mit langjähriger Erfahrung auf ihrem jeweiligen Gebiet.

Mithilfe dieses Wissens erstellen die Teilnehmer in Kleingruppen ein individuelles Praxiskonzept, z. B. für eine hausärztliche oder fachärztliche Gemeinschaftspraxis oder ein MVZ,  und arbeiten dies in einem sogenannten Business Plan schriftlich aus. Dieser enthält alle wichtigen Informationen, welche für eine Praxisgründung nötig sind. Die Ausgestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig und zeigen die große Bandbreite an beruflichen Möglichkeiten im ambulanten Bereich. Während der Ausarbeitung steht jeder Gruppe über das ganze Semester hinweg ein Coach unterstützend zur Seite, welcher wöchentlich die Kleingruppen mitbetreut.

Wahlpflichtfächer Klinik

Hinter dem Namen „Problemorientiertes Lernen an klinischen Fällen“ (kurz „POL“) verbirgt sich ein Lehrkonzept, bei dem sich die Teilnehmer in Eigendynamik einer klinischen Fragestellung nähern. Unterstützend stehen den Studierenden dabei Tutor*innen aus höheren Semestern zur Seite. Dabei sind Überlegungen in alle Richtungen erlaubt und erwünscht, weswegen umfangreiches klinisches Vorwissen NICHT erforderlich ist. Ziel ist es, den vorklinischen Teilnehmer*innen strukturierte Arbeitsschritte an die Hand zu geben, mit denen sich komplexe Sachverhalte schrittweise selbstständig erarbeiten lassen. Des Weiteren werden, im Rahmen des ganzheitlichen Lernens, in Kooperation mit dem SkillsLab „PERLE“ auch praktische Fähigkeiten, wie alltägliche medizinische Untersuchungen trainiert. Hierbei finden die Problemlösungsstrategien aus dem theoretischen Teil Anwendung.

Mit der Klasse Allgemeinmedizin verfolgen wir zwei Ziele: Erstens möchten wir bereits früh im Studium mit Ihnen praktische Fertigkeiten üben, die Sie in ihrer späteren Tätigkeit als Ärzt:innen immer verwenden können und die Besonderheiten unseres Faches erarbeiten. Gemeinsam werden wir deshalb u.a. folgende Fragen beantworten: Wie kann ich auch ohne großes technisches Equipment meine Patient:innen zielgerichtet untersuchen und zur Diagnose kommen? Wie gehe ich mit Patient:innen in der Praxis um? Was sind hausärztliche Handlungskonzepte? Was bedeutet es hausärztlich tätig zu sein? Lohnt es sich überhaupt hausärztlich tätig zu sein?

Zweitens wollen wir mit dem Wahlfach Studierende mit dem Interesse an hausärztlicher Tätigkeit oder aber an einer Tätigkeit im ländlichen Bereich in dieser Klasse zusammenfassen, gezielt unterstützen und untereinander vernetzen ohne dass sie eine Verpflichtung eingehen müssen. Egal, ob Sie sich bereits für das Fach oder eine Tätigkeit im ländlichen Bereich entschieden haben, oder nur mal schnuppern wollen - Es sind alle herzlich willkommen! Wir freuen uns!